Hintergründe

Grundlage für die Lärmminderungsplanung (Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerung) bildet die Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie). Ziel der Umgebungslärmrichtlinie ist die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Konzeptes, um schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern.

Unter Umgebungslärm wird dabei der Lärm, der durch Straßenverkehr, Schienenverkehr und Flugverkehr verursacht wird, verstanden. In Ballungsräumen zählt dazu auch der Lärm, der von Geländen mit industriellen Tätigkeiten ausgeht. Die Umgebungslärmrichtlinie ging mit einer Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in deutsches Recht über.

Zur Durchführung der Lärmminderungsplanung wird zunächst die Lärmbelastung rechnerisch ermittelt und grafisch dargestellt (Lärmkartierung). Auf Grundlage dieser Lärmkarten werden dann unter aktiver Mitwirkung der Öffentlichkeit Lärmaktionspläne aufgestellt, welche Maßnahmen zur Verminderung der Lärmbelastung enthalten. Betroffene Bürger, Kommunen, Verbände, Organisationen und Interessengemeinschaften können sich hier über die Lärmsituation informieren und Interessen und Ideen zur Lärmminderung einbringen.

Hinweis: Die Lärmaktionsplanung für bundeseigene Haupteisenbahnstrecken wird vom Eisenbahnbundesamt durchgeführt. Bei Anregungen und Hinweisen für Lärmprobleme, die durch diese Strecken verursacht werden, wird auf das Eisenbahnbundesamt verwiesen. Nicht bundeseigene Haupteisenbahnstrecken gibt es nur im Regierungsbezirk Kassel. Diese sind die Lossetalbahn von der Stadtgrenze Kassel bis zum Bahnhof in Helsa und der Abschnitt der Kassel-Naumburger Bahn in der Stadt Baunatal.